Programmlinie für Schülerinnen und Schüler

"Junge Botschafter Europas"

 

 

 

 

 

Am 05. Mai fand im LBBW-Forum Stuttgart die Urkundenübergabe der Programmlinie für Schüler des Baden-Württember-STIPENDIUMs statt. Herbert Moser, der Geschäftsführer der Landesstiftung, konnte die 56 Stipendaten und ihre Familien, Gastfamilien und Freunde an einem besondern Jahrestag begrüßen: am 5. Mai 1949 wurde in London der Europarat gegründet. Unter dem Stichwort „Europa“ stand auch die Rede des Geschäftführers der Landesstiftung. Er bezeichnete die Stipendiaten als Pioniere und erinnerte sie an die Bedeutung des geförderten Austauschs für die Völkerverständigung und besonders die Ostintegration auf Grund des Schwerpunkts „Osteuropa“ der Programmlinie.

Staatssekretär Georg Wacker wandte sich in seinem Grußwort vor allem an die Schüler, die im kommenden Jahr ihre Heimat Baden-Württemberg gegen ein fremdes Land eintauschen werden. Er machte durch Zitate aus Erfahrungsberichten und mit positiven Erlebnissen von Alumni Mut für diesen großen Schritt im Leben der Stipendiaten. Auch er betonte die Wichtigkeit von internationalen Beziehungen und Austausch nicht nur für die einzelnen Stipendiaten, sondern für die Zukunft Europas. Staatssekretär Wacker legte den Schülern nahe, sich durch ihren Auslandsaufenthalt nicht nur zu Repräsentanten ihrer Heimat, sondern auch ihres Gastlandes zu entwickeln. Nicht nur Politiker seien Botschafter und er wünschte den Stipendiaten, sich durch den Aufenthalt ihrer Rolle als Europäer bewusst zu werden.

Auch Stipendiaten kamen zu Wort: Gastschüler aus Finnland, Kroatien, und der Slowakei sowie Schüler mit den Zielen Polen, Russland, Spanien und Ungarn bedankten sich auch im Namen der anderen Stipendiaten für die Unterstützung durch die Landesstiftung mit dem Baden-Württemberg-STIPENDIUM. Besonders bewegend war die Danksagung des 17-jährigen Dorde aus Bosnien. Als Kriegskind wuchs er bei seinen Großeltern auf, da sein Vater als Soldat und seine Mutter als Ärztin im Krieg waren und somit spielt Familie eine besondere Rolle in seinem Leben. So erklärte er, dass durch sein Jahr in Baden-Württemberg seine Familie gewachsen sei. Mittlerweile habe er - dank Gastgeschwister aus Deutschland und der ganzen Welt – die stolze Anzahl von acht Brüdern. Dorde wünschte sich für die Zukunft, dass sich die Menschen wie eine Familie verhalten und sich trotz Meinungsverschiedenheiten und Streitigkeiten nicht mehr gegenseitig töten, sondern in Frieden mit einander Leben werden.

Musikalisch wurde die Veranstaltung von Lukas Mauch auf der Trompete und Adina-Maren Schettler mit Gesang gestaltet. Ein weiterer Programmpunkt löste tosenden Applaus aus: Aleksija Duric begeisterte das Publikum mit serbisch-bosnischem Volkstanz.

Die Veranstaltung der Landesstiftung und des verantwortlichen Projektpartners AFS diente nicht nur als Auftakt zum Stipendium und zur Verabschiedung der Gastschüler aus dem Ausland, sondern bot im Anschluss noch die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen und Erfahrungen auszutauschen.

Autor: Katharina Buchter

Newsletter

Alle Neuigkeiten vom Baden-Württemberg-STIPENDIUM bestellen »

Internetplattform

Alternativer Text

Veranstaltungen, Regional Chapters und mehr. Eintreten »