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BWS plus-Projekt „Kooperation Osteuropa“

Tübinger Studierende analysieren das Rechtsstaatprinzip in Deutschland, der Ukraine und Ungarn

BWS plus-Projekt „Kooperation Osteuropa“

„Kooperation Osteuropa“ fördert seit 2016 den Aufbau eines Austausch- und Stipendienprogramms im Bereich der Rechtswissenschaft und im Rahmen des BWS plus-Projekts analysieren Studierende der Universität Tübingen gemeinsam mit Studierenden der Ivan-Franko-Universität in Lviv (Ukraine) und der Universität der Wissenschaften in Szeged (Ungarn) das Rechtsstaatprinzip in Deutschland, der Ukraine und Ungarn.

Rechtsvergleichende Fragestellungen

Das Projekt „Kooperation Osteuropa“ wurde von Prof. Heinrich, der den Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht und Urheberrecht an der Universität Tübingen innehat, initiiert. Im Mittelpunkt stehen Dialog und Rechtsstaatlichkeit: Ausgehend von rechtswissenschaftlichen Fragestellungen soll der Rechtsstaatsgedanke gefördert, eine Diskussion über politische und gesellschaftliche Fragen initiiert und somit der Dialog zwischen Deutschland und Osteuropa verstärkt werden. Jedes Seminar steht unter einem übergreifenden, von den Partnerfakultäten gemeinsam bestimmten Thema, welches rechtsvergleichend von Tübinger Studierenden und Studierenden aus einer der Partneruniversitäten in Lviv oder Szeged behandelt wird. Die Studierenden befassten sich in den bisherigen Seminaren, die abwechselnd an den verschiedenen Universitäten in Tübingen, Ukraine und Ungarn stattfanden, unter anderem mit Strafbeständen gegen die öffentliche Ordnung oder organisierter Kriminalität. Hierbei steht selbstständige studentische Arbeit im Vordergrund: Die Themen werden zuerst in Kleingruppen erörtert und anschließend in den verschiedenen Workshops präsentiert und gemeinsam diskutiert.

Studierende in der Verantwortung

Das Besondere an diesem BWS plus-Projekt ist die starke Einbindung der studentischen Teilnehmenden und Tutoren. Diese sind nicht nur für das Oberthema des Seminars sowie die einzelnen Seminarthemen verantwortlich, sondern organisieren auch das kulturelle Begleitprogramm sowie Flüge und Unterkünfte für die Teilnehmenden. Zum kulturellen Begleitprogramm gehörte in Ungarn unter anderem ein Besuch der JVA in Szeged sowie die Erkundung der ungarischen Hauptstadt Budapest. In der Ukraine haben die Teilnehmer eine Führung durch die älteste Bierbrauerei von Lviv erhalten und einen Nachmittag im Klettergarten verbracht. In Tübingen stand die Besichtigung der bekannten Stiftskirche auf dem Programm, es wurden Käsespätzle probiert und bei einem Ausflug in die Landeshauptstadt konnten die Gäste unter anderem etwas über die Geschichte des Automobils bei einem Besuch im Mercedes-Benz Museum lernen.

Erfolgreicher Projektverlauf – auf allen Ebenen

Die Austauschseminare im Sommer 2019 verliefen zur vollsten Zufriedenheit aller. Neben der reibungslosen Organisation und inhaltlichen Vorbereitung der Austauschseminare können die Organisatoren auch den intensiven sozialen Kontakt und die gemeinsamen Erlebnisse als vollen Erfolg verbuchen. „Kooperation Osteuropa“ ermöglicht es den Studierenden nicht nur während Ihres Studiums inhaltlich über den Tellerrand zu schauen, sondern führt auch zu einem besseren Verständnis der Gegebenheiten des Partnerlandes und liefert so wichtige Impulse für die Erfassung sozialer und rechtlicher Probleme.

 

Autoren: Alicia Paulus, Kevin Sczekalla

Fotos: Universität Tübingen

Fotos

Informationen

 

Mit dem Programm Baden-Württemberg-STIPENDIUM für Studierende – BWS plus unterstützt die Baden-Württemberg Stiftung innovative Kooperationen von Hochschulen mit anderen internationalen Institutionen. Das mit jährlich ca. 1,2 Million Euro dotierte Programm wurde 2011 zum ersten Mal ausgeschrieben. Seitdem wurden mehr als 70 BWS plus-Projekte an baden-württembergischen Hochschulen unterstützt.

Ziel des Programms ist der Auf- und Ausbau von neuen Beziehungen zu ausländischen Hochschulen bzw. die nachhaltige Intensivierung bestehender Kontakte. Innerhalb eines Projektes im Rahmen von BWS plus besteht die Möglichkeit der Stipendienvergabe, ohne dass bereits eine offizielle Partnerschaftsvereinbarung besteht. Beantragt werden können Mittel beispielsweise für die pilothafte Durchführung gemeinsamer Maßnahmen, u.a. vorbereitende Gespräche, Workshops, interkulturelle Trainings und Sprachkurse. Das Ziel jedes Projektes sollte sein, nach Ablauf des Projektzeitraums die Hochschulbeziehungen fortzuführen.