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Deutsch-malaysisches Teamwork

BWS plus-Projekt MYiTOPS

Deutsch-malaysisches Teamwork

Die erste Phase des BWS plus-Projekts MYiTOPS, das im Rahmen einer bilateralen Kooperation zwischen der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft und der Universität Malaysia Pahang durchgeführt wird, neigt sich dem Ende entgegen. Das Projekt befasst sich mit cyber-physischen Systemen in der Mechatronik und Fahrzeugtechnologie. Im Zuge der Semesterabschlussveranstaltung durfte ein Besuch der deutschen und malaysischen Stipendiatinnen und Stipendiaten bei der Baden-Württemberg Stiftung natürlich nicht fehlen.

Cyber-physische Systeme – ein Begriff, wie aus einem Science-Fiction-Roman. Gemeint sind Systeme, bei denen mechanische Komponenten, Software und moderne Informationstechniken miteinander verbunden sind. Datentransfer und Steuerung erfolgt in Echtzeit über das Internet. Solche Systeme, die im digitalen Zeitalter immer mehr an Bedeutung gewinnen, sind der Schwerpunkt des BWS plus-Projekts MYiTOPS, das von Prof. Maurice Kettner von der Hochschule Karlsruhe initiiert wurde. Ziel des Projekts ist die Durchführung von „international Team-Oriented Project Studies“ (iTOPS) in deutsch-malaysischen Teams. Teilnehmen können Studierende der Studiengänge Mechatronik und Fahrzeugtechnologie, die über den fachlichen Tellerrand schauen und ihre Kompetenzen im Bereich Konstruktion, Elektrotechnik, Informatik, Regelungstechnik und Vernetzung trainieren möchten.

Praxisversuche und „Trouble-Shooting“

Nach mehrmonatiger Vorbereitungszeit startete das BWS plus-Projekt im März 2019 mit einer Opening Ceremony an der Universiti Malaysia Pahang in Kuantan, der Hauptstadt des malaysischen Bundesstaates Pahang. An der feierlichen Eröffnung nahmen neben den insgesamt zwölf deutschen und malaysischen Studierenden auch offizielle Vertreter beider Universitäten teil. Die Studierenden erlernten während der Eröffnungswoche die Grundlagen cyber-physischer Systeme, Methoden für deren Realisierung und konnten erste Praxisversuche und lehrreiche „Trouble-Shooting“-Übungen absolvieren. Sie erwarben außerdem interkulturelle Kompetenzen, die wichtig für eine erfolgreiche Zusammenarbeit in internationalen Teams sind. So wurden die Studierenden optimal für das Berufsleben in international agierenden Unternehmen vorbereitet.

Erfolgreiche Teamarbeit trotz 10.000 km Entfernung

Nach der Einführungswoche in Malaysia teilten sich die Studierenden in zwei Teams auf, jeweils bestehend aus drei malaysischen und drei deutschen Stipendiatinnen und Stipendiaten des Baden-Württemberg-STIPENDIUMs. Beide Teams gingen dann der Bearbeitung ihrer Projektaufgabe nach. Während ein Team hierfür in Malaysia blieb, reiste das andere Team nach Karlsruhe. Die Projektaufgaben waren praxisnah: Die Gruppe in Malaysia entwickelte einen Fahrroboter für Fahrzeuguntersuchungen auf einem Rollenprüfstand, der über das Internet von der Gruppe in Karlsruhe gesteuert wurde. Die Gruppe in Karlsruhe konstruierte eine Kettensäge, die wiederum von der Gruppe in Malaysia durch eine entsprechende Fernbedienung über das Internet kontrolliert werden konnte. Für die Bewältigung der Aufgaben war neben Fachwissen und Teamwork auch Kreativität gefragt, und unterschiedliche Methoden führten zum Ziel. So hat eine Gruppe die Fernsteuerung der physischen Komponente über einen VPN-Clienten ermöglicht, während die andere Gruppe die nötigen Daten zur Fernsteuerung über einen Datenbankserver austauschte, um so die Distanz zu überbrücken.

Zu Besuch bei der Baden-Württemberg Stiftung

Anfang August war es dann soweit: Im Zuge der Semester-Abschlussveranstaltung kamen alle zwölf Stipendiatinnen und Stipendiaten und die Projektleiter in Karlsruhe zusammen und präsentierten ihre Ergebnisse. Einen schönen Rahmen bildete das kulturelle Begleitprogramm, das für die Teilnehmenden auch einen Besuch bei der Baden-Württemberg Stiftung bereithielt. Kevin Sczekalla (BW Stiftung) und Alicia Paulus (bw-i) empfingen die Gruppe in der Baden-Württemberg Stiftung und informierten die Studierenden über die Aufgaben und Arbeitsbereiche der Stiftung und die Möglichkeiten, die das Baden-Württemberg-STIPENDIUM bietet. Im Anschluss präsentierten die Studierenden ihre Ergebnisse und informierten das Team des Baden-Württemberg-STIPENDIUMs über die nächsten Schritte des auf drei Jahre angelegten MYiTOPS-Projekts. Ein besonderes Highlight war der anschließende Rundgang durch den Erlebnisraum Mobiles BW, der mittels verschiedener Szenarien über die Zukunft der Mobilität in Baden-Württemberg informiert.

Nachdem der erste Teil des Projekts zur Zufriedenheit aller abgeschlossen wurde und alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer spannende Ergebnisse erzielt und durchweg positive Erfahrungen gemacht haben, geht es nun in die Vorbereitungen für die zweite Phase des Projekts. Im März 2020 werden sich erneut zwölf Studierende der beiden Hochschulen gemeinsam den Herausforderungen der Projektarbeit stellen.

 

Autoren: Kevin Sczekalla, Alicia Paulus

Fotos: HsKA / Prof. Maurice Kettner

Fotos

Informationen

 

Mit dem Programm Baden-Württemberg-STIPENDIUM für Studierende – BWS plus unterstützt die Baden-Württemberg Stiftung innovative Kooperationen von Hochschulen mit anderen internationalen Institutionen. Das mit jährlich ca. 1,2 Million Euro dotierte Programm wurde 2011 zum ersten Mal ausgeschrieben. Seitdem wurden mehr als 70 BWS plus-Projekte an baden-württembergischen Hochschulen unterstützt.

Ziel des Programms ist der Auf- und Ausbau von neuen Beziehungen zu ausländischen Hochschulen bzw. die nachhaltige Intensivierung bestehender Kontakte. Innerhalb eines Projektes im Rahmen von BWS plus besteht die Möglichkeit der Stipendienvergabe, ohne dass bereits eine offizielle Partnerschaftsvereinbarung besteht. Beantragt werden können Mittel beispielsweise für die pilothafte Durchführung gemeinsamer Maßnahmen, u.a. vorbereitende Gespräche, Workshops, interkulturelle Trainings und Sprachkurse. Das Ziel jedes Projektes sollte sein, nach Ablauf des Projektzeitraums die Hochschulbeziehungen fortzuführen.