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Bildung „immunisiert“ gegen Populismus

Bildung „immunisiert“ gegen Populismus

„Die Welt von morgen gestalten“, lautete das Motto des diesjährigen Jahrestreffens des Baden-Württemberg-STIPENDIUMs am 25.11.2016 in Tübingen. Darunter versteht Christoph Dahl, Geschäftsführer der Baden-Württemberg-Stiftung, dieser Tage insbesondere die Bekämpfung des um sich greifenden Populismus. Rund um den bunt ausgeleuchteten Tübinger Kupferbau boten diverse Werkstätten eine lebhafte Auseinandersetzung mit diesem Motto.

Die Resultate einiger Workshops wurden in das Abendprogramm aufgenommen. So ließ der in der von zwei Studierenden der Ludwigsburger Filmakademie geleiteten Videowerkstatt entstandene Kurzfilm den ereignisreichen Tag Revue passieren. Die Nachwuchsfilmer fingen Eindrücke einer Stadtrallye ein und wagten einen Blick in die übrigen Werkstätten. Deren Teilnehmende feilten etwa an eigenen Raptexten, ehe sie sich gemeinsam in deren rhythmischer Darbietung übten. Timo Abele ließ sich im Workshop Ethics in Africa von Dr. Willem Fourie von der Universität Pretoria afrikanische Moralvorstellungen näherbringen: für den Karlsruher Informatikstudenten ein gewinnbringender Perspektivenwechsel. Eine Tübinger Amerikanistikstudentin gehörte zu denen, die sich im Workshop Migration und Integration in die Lage eines Flüchtlings auf den Stationen seiner beschwerlichen Reise versetzten, die nach der räumlichen Ankunft im Gastland kein Ende nimmt. Parallel zu einem thematisch gleichen Workshop schufen am Eingang des Kupferbaus Carsten Schmitt und Freia Burkhardt von der Rottenburger Hochschule für Forstwirtschaft an ihrem Infostand ein Bewusstsein für den Umgang mit der Ressource Wasser.

Die Redner beim abendlichen Programmteil rückten Bildung in die Nähe eines „Denkens jenseits der eigenen Grenzen“, wie es Professor Bernd Engler, Rektor der Universität Tübingen und Vorsitzender des Vereins der Stipendiaten und Freunde des Baden-Württemberg-STIPENDIUMs, formulierte. Christoph Dahl sieht in Bildung die „Immunisierungsstrategie“ gegen den gegenwärtigen ‚Trumpismus‘. Und für Professor Engler hat eine zukunftsweisende Wissenschaft den bildlichen Elfenbeinturm hinter sich zu lassen; eine Wissenschaft, die nach Vernetzung strebe, finde zu ihren eigentlichen Wurzeln zurück. Dass dieses Umdenken in Tübingen stattgefunden hat, zeigte der Rektor durch Verweis auf die enge Tübinger Kooperation mit dem Albert Schweitzer Hospital im gabunischen Lambaréné, das sich der Malariaforschung widmet. Die dialogische Vernetzung sucht auch das durch seinen Geschäftsführer Dr. Bernd Villhauer vertretene Tübinger Weltethos-Institut, das auf die interkulturelle Schnittmenge moralischer Prinzipien als dialogische Basis setzt. Bernd Villhauer ist daran gelegen, dass in einer solchen Ethik keine Fesseln gesehen werden, sondern vielmehr eine Form von Freiheit.

Das Abendprogramm bot auch Raum für die Würdigung besonders engagierter Regional Chapter (RC) Arbeit, fungieren die RCs doch als „Knotenpunkte“ im Netzwerk des Baden-Württemberg-STIPENDIUMs. In Abwesenheit wurde Juan Andrés Moreno Agudelo für die Gründung eines RCs in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá geehrt. Die von Professor Engler als „Wiederbelebungskünstlerin“ betitelte Christine Ziegler konnte ihre Ehrung direkt empfangen. Dank Christine Zieglers Einsatz kommen Baden-Württemberg-StipendiatInnen in der Region Freiburg in den Genuss nicht nur des weltgrößten Adventskalenders in Gengenbach, sondern auch einer urdeutschen Tradition: des allsonntäglichen Tatort-Schauens.

Im insgesamt dreiköpfigen Team des Karlsruher RCs bringt auch Timo Abele Gästen Heimisches näher. Diesen Winter stößt das Angebot auf besonders große Resonanz. Eine gemeinsame WhatsApp-Gruppe hilft bei der Organisation von Weißwurstessen oder Weihnachtsmarktbesuch. Timo Abele bevorzugt jedoch den Kommunikationsweg per Mail: eine nahezu nostalgische Form des Netzwerkens. Doch bekanntlich führen ja viele Wege zu dem Ziel, welches das thematische Zentrum dieses Tages bildete – die von unseren Idealen geleitete aktive Mitgestaltung der Welt von morgen.

 

Für die Baden-Württemberg Stiftung, Alexander Wimmer

 

Es gibt außerdem ein E-Magazin zum Jahrestreffen. Darin finden Sie deutsch- und englischsprachige Berichte und Interviews von internationalen Studierenden, die im Rahmen einer Journalismus-Werkstatt ihre Eindrücke und Erinnerungen an das Jahrestreffen in Tübingen festgehalten haben.

Das E-Magazin können Sie hier lesen und herunterladen.

 

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